Yang Pan-hou

Yang Pan-hou (1837-1892)

Yang Pan-hou war der älteste Sohn von Yang Lu-chan. Er war bereits in sehr jungem Alter ein kompetenter Tai Chi Praktizierender. Er war voll Selbstvertrauen, man konnte ihn schon großspurig nennen. Er kämpfte oft in Vertretung seines Vaters und kämpfte einmal gegen einen großen Meister mit Namen Liu. Dieser war ein Meister der Adlerklaue, der bereits viele Kämpfe gewonnen hatte und war auch beim Kaiserhof sehr angesehen. Zunächst war Liu erzürnt, daß er nur gegen den Sohn kämpfen sollte, willigte dann aber ein. Tausende sahen dem Kampf zu und wurden Zeuge als der Riese auf Pan-hou zu eilte und sein Handgelenk wie ein Schraubstock umfaßte (Pan-hou sagte später, das war wie der Biß eines Hundes). Pan-hou erschrak und atmete ein, dabei die Energie Chieh Chin nutzend, um instinkthaft seinen Arm aus der Umklammerung heraus zu reißen. Gleichzeitig wurde der große Mann aus dem Ring geworfen und landete außerhalb schwer auf dem Boden, unfähig weiter zu kämpfen. Stolz lief Pan-hou nach Hause und rief laut:"Vater, ich habe gewonnen!" Yang Lu-chan lag in seiner Hängematte und musterte ruhig seinen Sohn: " Ja gut gemacht, aber sage mir mein Sohn ist das wahres T'ai Chi Ch'uan?" dabei zeigte er auf Pan-hou´s zerrissenen Ärmel. An einem Sommertag hielt sich Meister Yang auf einem Feld in Nord China auf, als ein Fremder ihn nach dem Aufenthaltsort von Yang Pan-hou fragte. Meister Yang sagte: " Du hast ihn bereits gefunden" und der Fremde griff ihn ohne Vorwarnung mit drei speerartigen Fingern an. "Mein Freund, warum gehst du Dich nicht da nach oben und kühlst Dich ein wenig ab?" sagte Meister Yang und beförderte ihn mit einer leichten Armbewegung hinauf auf das Grasdach einer Hütte, die nebenan stand. Ein Mann mit Namen Lo Wan-tzu war für einige Zeit ein Schüler von Pan-hou in Nord China. Nach einigen Jahren wollte er seinen Fortschritt testen (zum Beispiel könnte er ja seinen Meister herausfordern, um zu sehen ob er schon bereit sei, hinaus in die Welt zu gehen) Meister Yang Pan-hou antwortete ihm" Wie würde es Dir gefallen in Form eines Barren auf den Boden geworfen zu werden?" (eine Form wie Lotusblumen oder die Form eines Schiffes, wie sie auf den Münzen der Ming Dynasti eingrafiert waren). Der Schüler lachte und lud den Meister ein, es zu probieren. Er wurde sofort in der runden Form der Münze, die Meister Yang ihm beschrieben hatte auf den Boden geworfen und verletzte sich dabei leicht an der Hüfte. Dieser Mann lebt noch heute (1940s) hinkt etwas und erzählt Geschichten über das Können von Meister Yang. Einen andereren Charakterzug von Meister Yang zeigt folgende Geschichten. Obwohl er nicht reich war, gab oder lieh er anderen, die in Not waren Geld. Ein Freund bat ihn ihm mit 100 Yuen auszuhelfen. Er versprach, es ihm in einem Jahr zurückzuzahlen. Meister Yang war einverstanden, aber nur unter der Bedingung, daß sein Freund sicher auf seinen Füßen auf dem Dach landen würde, wenn er ihn mit dem Stock hinauf werfen würde. Sich wundernd, was Meister Yang wohl vor hatte, willigte sein Freund ein und Yang Pan-hou hob ihn einen Stock haltend mit einer leichten Bewegung seines Handgelenkes auf das Dach, wo er mit wackeligen Knien landete. Laut lachend half Meister Yang ihm eine Leiter hinunter und rief: " Das war nur ein Spiel, aber keine Ursache hier sind Deine 100 Tael." Und der Freund ging zufrieden mit dem Geld von dannen. Meister Yang Pan-hou wurde auch der Unbesiegbare genannt, er pflegte zu sagen:"Wenn Du jemand mit T'ai Chi Ch'uan nicht werfen oder überwältigen kannst, dann sind Deine Fähigkeiten nicht gereift. Sage daher nicht, es liege am T'ai Chi. Habe keine Angst, selbst wenn jemand so stark ist wie ein Bulle - ein Gewicht von 100 Pfund ist nutzlos, wenn es keine Wurzeln hat. Pan-hou hatte auch die Fähigkeit des haftenden Chi´s entwickelt. Im Alter von 60 Jahren nahm Pan-hou die Herausforderung eines Boxers aus dem Süden an, der seine Fähigkeiten testen wollte. Der Boxer plazierte auf dem Hof  zahlreiche Ziegelsteine im Kreis mit ca. 60 cm Abstand voneinander und bat Meister Yang seine offene Hand auf seinen Rücken zu legen. Dann würde er von Ziegel zu Ziegel springen, um die Hand abzuschütteln. Es gelang ihm jedoch nicht, egal was er auch anstellte, Meister Yang war immer direkt hinter ihm. (Nach dem Arrangement zu schließen handelte es sich wohl um einen Pa Kua Boxer). Yang Pan-hou hatte einen sehr leidenschaftlichen Charakter, der sich auch bis ins hohe Alter in seinen Kämpfen offenbarte. Es scheint, als habe er einigen Einfluß auf Yang Shao-hu gehabt den älteren Sohn von Yang Chien-hou, der ebenfalls dafür bekannt war wenig Geduld mit seinen Herausforderern zu haben. Er hatte einen Sohn: Yang Chao-peng. Yang Lu-ch`an (1799-1873) Yang Pan-hou  (1837-1892) Yang Chien-hou (1839-1917 Yang Shou-hou (1862-1929) Yang Cheng-fu (1883-1935) Yang Shou-chung  (1910-1985)
ITCCA  Internal Tai Chi Chuan Austria | Yee Kung Zentrum Mariahilfer Strasse 115 im Hof, 1060 Wien | Tel.: 01 596 26 81 | E-Mail: austria@yeekung.at | © Photos: W. Gredler, L. Schubert

Yang Pan-hou (1837-1892)

Yang Pan-hou war der älteste Sohn von Yang Lu-chan. Er war bereits in sehr jungem Alter ein kompetenter Tai Chi Praktizierender. Er war voll Selbstvertrauen, man konnte ihn schon großspurig nennen. Er kämpfte oft in Vertretung seines Vaters und kämpfte einmal gegen einen großen Meister mit Namen Liu. Dieser war ein Meister der Adlerklaue, der bereits viele Kämpfe gewonnen hatte und war auch beim Kaiserhof sehr angesehen. Zunächst war Liu erzürnt, daß er nur gegen den Sohn kämpfen sollte, willigte dann aber ein. Tausende sahen dem Kampf zu und wurden Zeuge als der Riese auf Pan-hou zu eilte und sein Handgelenk wie ein Schraubstock umfaßte (Pan-hou sagte später, das war wie der Biß eines Hundes). Pan-hou erschrak und atmete ein, dabei die Energie Chieh Chin nutzend, um instinkthaft seinen Arm aus der Umklammerung heraus zu reißen. Gleichzeitig wurde der große Mann aus dem Ring geworfen und landete außerhalb schwer auf dem Boden, unfähig weiter zu kämpfen. Stolz lief Pan-hou nach Hause und rief laut:"Vater, ich habe gewonnen!" Yang Lu-chan lag in seiner Hängematte und musterte ruhig seinen Sohn: " Ja gut gemacht, aber sage mir mein Sohn ist das wahres T'ai Chi Ch'uan?" dabei zeigte er auf Pan-hou´s zerrissenen Ärmel. An einem Sommertag hielt sich Meister Yang auf einem Feld in Nord China auf, als ein Fremder ihn nach dem Aufenthaltsort von Yang Pan- hou fragte. Meister Yang sagte: " Du hast ihn bereits gefunden" und der Fremde griff ihn ohne Vorwarnung mit drei speerartigen Fingern an. "Mein Freund, warum gehst du Dich nicht da nach oben und kühlst Dich ein wenig ab?" sagte Meister Yang und beförderte ihn mit einer leichten Armbewegung hinauf auf das Grasdach einer Hütte, die nebenan stand. Ein Mann mit Namen Lo Wan-tzu war für einige Zeit ein Schüler von Pan- hou in Nord China. Nach einigen Jahren wollte er seinen Fortschritt testen (zum Beispiel könnte er ja seinen Meister herausfordern, um zu sehen ob er schon bereit sei, hinaus in die Welt zu gehen) Meister Yang Pan-hou antwortete ihm" Wie würde es Dir gefallen in Form eines Barren auf den Boden geworfen zu werden?" (eine Form wie Lotusblumen oder die Form eines Schiffes, wie sie auf den Münzen der Ming Dynasti eingrafiert waren). Der Schüler lachte und lud den Meister ein, es zu probieren. Er wurde sofort in der runden Form der Münze, die Meister Yang ihm beschrieben hatte auf den Boden geworfen und verletzte sich dabei leicht an der Hüfte. Dieser Mann lebt noch heute (1940s) hinkt etwas und erzählt Geschichten über das Können von Meister Yang. Einen andereren Charakterzug von Meister Yang zeigt folgende Geschichten. Obwohl er nicht reich war, gab oder lieh er anderen, die in Not waren Geld. Ein Freund bat ihn ihm mit 100 Yuen auszuhelfen. Er versprach, es ihm in einem Jahr zurückzuzahlen. Meister Yang war einverstanden, aber nur unter der Bedingung, daß sein Freund sicher auf seinen Füßen auf dem Dach landen würde, wenn er ihn mit dem Stock hinauf werfen würde. Sich wundernd, was Meister Yang wohl vor hatte, willigte sein Freund ein und Yang Pan-hou hob ihn einen Stock haltend mit einer leichten Bewegung seines Handgelenkes auf das Dach, wo er mit wackeligen Knien landete. Laut lachend half Meister Yang ihm eine Leiter hinunter und rief: " Das war nur ein Spiel, aber keine Ursache hier sind Deine 100 Tael." Und der Freund ging zufrieden mit dem Geld von dannen. Meister Yang Pan-hou wurde auch der Unbesiegbare genannt, er pflegte zu sagen:"Wenn Du jemand mit T'ai Chi Ch'uan nicht werfen oder überwältigen kannst, dann sind Deine Fähigkeiten nicht gereift. Sage daher nicht, es liege am T'ai Chi. Habe keine Angst, selbst wenn jemand so stark ist wie ein Bulle - ein Gewicht von 100 Pfund ist nutzlos, wenn es keine Wurzeln hat. Pan-hou hatte auch die Fähigkeit des haftenden Chi´s entwickelt. Im Alter von 60 Jahren nahm Pan-hou die Herausforderung eines Boxers aus dem Süden an, der seine Fähigkeiten testen wollte. Der Boxer plazierte auf dem Hof  zahlreiche Ziegelsteine im Kreis mit ca. 60 cm Abstand voneinander und bat Meister Yang seine offene Hand auf seinen Rücken zu legen. Dann würde er von Ziegel zu Ziegel springen, um die Hand abzuschütteln. Es gelang ihm jedoch nicht, egal was er auch anstellte, Meister Yang war immer direkt hinter ihm. (Nach dem Arrangement zu schließen handelte es sich wohl um einen Pa Kua Boxer). Yang Pan-hou hatte einen sehr leidenschaftlichen Charakter, der sich auch bis ins hohe Alter in seinen Kämpfen offenbarte. Es scheint, als habe er einigen Einfluß auf Yang Shao-hu gehabt den älteren Sohn von Yang Chien-hou, der ebenfalls dafür bekannt war wenig Geduld mit seinen Herausforderern zu haben. Er hatte einen Sohn: Yang Chao-peng. Yang Lu-ch`an (1799-1873) Yang Pan-hou  (1837-1892) Yang Chien-hou (1839-1917 Yang Shou-hou (1862-1929) Yang Cheng-fu (1883-1935) Yang Shou-chung  (1910-1985)
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