TAI CHl CHUAN UND Qi GONG

 

Atemmeditation in Bewegung

Haltungskorrektur

eine gesunde Wirbelsäule

Meridianmassage

geistige und körperliche Fitness

  copyright: Helmut Schubert. H. Schubert schrieb 1996 in "Esoterik Heute": 3000 Jahre Kraft aus der Mitte: in einer Zeit als der Mensch noch sehr mit der Natur verbunden war, den Fluß des Wassers verstand, das Ziehen der Wolken deuten konnte, erkannte er die Prinzipien des gesunden Energieverlaufes in sich selbst, Tai Chi und Qi Gong wurden geboren.Tai Chi und Qi Gong wurden von weisen Menschen in Chinas Vergangenheit entwickelt. Durch Abschauen und Kopieren von Vorgängen in der Natur und deren Entdeckung im eigenen Körper entstanden Bewegungsmuster, die den inneren Energiekreislauf des Menschen beleben und bei Störung wieder restaurieren. So haben sie auch bildhafte Namen wie: Der Vogel breitet die Flügel aus, oder das Nashorn schaut in den Mond. Jedes Tier vollzieht Bewegungsrituale: Nach dem Aufstehen gähnt der Hund und streckt sich die Katze, sie putzen sich, kratzen sich. Dann beginnt das eigentliche Training: Die Katze duckt sich, hüpft auf den Baum und spielt geschmeidig und zum Entsetzen von Frauchen mit dem Wollknäuel, der Hund knurrt und übt seine Beiß-und Fangreflexe mit dem Ast im Garten oder an den Hosen des Briefträgers. Der Mensch von heute, der auch einen Körper hat, trainiert oft nur seine Gehirnzellen und die Fingermuskeln durch Halten des Kugelschreibers und Tippen auf den Tasten des Computers (wie im Moment der Autor). Dabei haben auch wir Zeiten ausdauernden Trainings gekoppelt mit unglaublicher Lebensenergie und wachem Intellekt als Baby gelebt. Die ersten Lebensjahre waren geprägt durch die Entdeckung des eigenen Geistes und Körpers und seiner Möglichkeiten. Wir begreifen über das Erlernen des Greifens, Krabbelns und Gehens die Welt. Denken und Motorik sind eng miteinander verknüpft. Das kleine Kind rechnet mit Händen und Füßen und hat eine ausgeprägte Gebärdensprache. Es ist immer in Bewegung. Das Kleinkind ißt im Vorbeigehen, es hat noch die natürliche Empfindung, daß es sein Essen besser verdaut, wenn es durch Bewegung den Energiefluß im Meridiansystem aufrecht erhält. Läßt man es gewähren, wird es sich auch nie vollstopfen, sondern verweigert das Essen, wenn es satt ist. Leider werden wir dann mit der Zeit zum „Sitzer". Sitzen bei der Arbeit, im Auto, im Kino, vor dem Fernseher, im Cafe. Im alten China sagte man: die Energie des Menschen ist wie ein sprudelnder Bach, frisch und energetisch kraftvoll. Aber wenn der Mensch sich nicht in der rechten Weise bewegt, wird aus dem sprudelnden Bach ein stinkendes Brackwasser. Die rechte Bewegung ist Tai Chi und Qi Gong. Übungssysteme zur schonenden Kräftigung des Bewegungsapparates, Stärkung des Immunsystems, Aktivierung und Aufbau der Lebenskraft (genannt Qi). Wenn wir unser Vorbild das energetisch kraftvolle Baby noch einmal genauer betrachten, entdecken wir das Idealbild einer tiefen Bauchatmung, ein grundsätzlich unerschütterliches Vertrauen ins Leben, einen ungebrochenen Lebenswillen und eine tiefe Heiterkeit und Lebensfreude. Es steht 20 mal, 30 mal auf, wenn es auf wackeligen Beinen den Halt verloren hat. Kurzum es hat ein natürliches energetisches Zentrum , und daher eine den Energiefluß zulassende Körperhaltung aus der wir einiges lernen können. Und jetzt laden wir Sie dazu ein selber Qi Gong kennenzulernen.  Der ungeübte Körper empfindet am Anfang energetisch kraftvolle Stellungen eher als anstrengend. Mit zunehmender Übung jedoch erfüllt den Übenden ein positives Grundgefühl. Nehmen Sie also eine mit den Füßen schulterbreite Stellung ein. Sinken Sie in den Knien soweit ein bis Knie und Zehen in einer Linie sind. Den Oberkörper leicht (höchstens drei Zentimeter) nach vorne neigend gelangen Sie in die Ausgangsposition den Tai Chi Seewellen Das Gewicht nach rechts verlagern und den rechten Arm auf Schulterhöhe heben, dabei einatmen. Ausatmend das Gewicht nach links verlagern und den linken Arm heben während sinkt. Diese Übung ist verbunden mit tiefem Ein- und Ausatmen. Die schaukelnden Bewegungen nach links und rechts sind typisch für viele Bewegungen im Tai Chi und Qi Gong. Es werden die beiden Körperseiten abwechselnd belastet und auf diese Weise die Nervenkreuzungen im Gehirn angesprochen. Der Bewegungsablauf wird mit der Zeit meditativ. Der Übende beginnt in sich hinein zu lauschen, seinen Körper neu wahrzunehmen. Man nennt dies auf die Energie (das Chi) hören. Das Nashorn schaut in den Mond Stellen Sie die Füße in eine parallele schulterbreite Stellung. Bei dieser Übung bitte die Beine unbedingt gestreckt lassen. Die Hände mit den Handflächen nach unten falten. Einatmend den Körper über das rechte Bein nach unten beugen, die Hände befinden sich über dem rechten Fuß. Den Körper nach links drehen, bis sich die Hände über dem linken Fuß befinden. Den Körper aufrichten ohne die Handhaltung zu verändern.   Beim Aufrichten ausatmen. Einatmend den Körper über das linke Bein nach unten beugen, die Hände befinden sich über dem linken Fuß. Den Körper nach rechts dre¬hen, bis sich die Hände über dem rechten Fuß befinden. Den Körper aufrichten ohne die Handhaltung zu verändern. Beim Aufrichten ausatmen. Insgesamt 10mal nach unten beugen.   An dieser Stelle ist es gut einmal die Wirkweise der taoistischen Übungen  genauer zu erklären. Wir haben im Bereich der Hüfte ein „Sondergefäß" den „Gürtelmeridian". Durch die Drehung, wenn die Arme herunterhängen wird der „Gürtelmeridian" aktiviert. Bei der Aufrichtung fließt das Chi im „Lenkergefäß" welches in der Wirbelsäule verläuft nach oben. Im Genick befindet sich ein Lebenszentrum das „Jadekissen". Hier ist der Chifluß oft blockiert. Durch das Nicken mit dem Kopf wird das Jadekissen geöffnet und das Chi kann bis zum Kopf herauf fließen. Danach fließt es an der Vorderseite des Körpers im „Dienergefäß" wieder herunter. Die Nashorn-Übung nützt der Entstauung von Milz, Leber, Darm und Hämorrhoiden und Krampfadern und löst auch verkrampfte Schulter- Nackenpartien. Der goldene Affe opfert Früchte Diese Bewegung ist für die Fortgeschrittenen, die durch die sanfteren Bewegungen des Qi Gongs ihr Rückgrat bereits entspannt, gekräftigt und neu restauriert haben (Bandscheibenfragen bitte mit dem Kursleiter ggf. dem Arzt abklären). Sie ist dynamischer soll aber trotzdem meditativ und damit sehr behutsam und ruhig ausgeführt werden. Nehmen Sie bitte ein breitere Stellung mit den Füßen ein (doppelte Schulterbreite). In den Beinen einsinken. Den Oberkörper einatmend nach vorn beugen und die Ellenbogen unter dem Körper unter die Oberschenkel legen. Ausatmend wieder aufrichten und den Oberkörper nach hinten biegen, die Arme weit auseinander öffnen. Nicht den Kopf in den Nacken legen, sondern den Bereich des Brustbeins strecken. Die Übung erinnert ans Holzhacken. 10 mal. Beachten Sie bitte die Atmung und denken Sie daran, daß Qi Gong kein Leistungssport ist. Nicht das Familienmitglied gewinnt das „Familienchiturnen" welches am lautesten schnauft oder am frühesten fertig ist, sondern wer sich elegant und langsam bewegt. Bei dieser Übung öffnet sich das sogenannte Herznest. Wir haben im Körper verschiedene Lebenszentren. Im Bereich des Brustbeines befindet sich das Herznest. Auch wir kennen in unserer normalen Alltagssprache Hinweise auf diesen Bereich. Es geht einem das Herz über, leider aber auch, es wird jemandem schwer ums Herz. Das Herz gilt ja nicht nur als Organ, sondern wird auch mit dem Gefühl verknüpft. Vom Meridiansystem her ist es das Dienergefäß, welches geöffnet wird und dann verspürt man ein warmes Gefühl innerer Freude. Diese Übung ist auch von Vorteil, eine fehlregulierte Schilddrüse zu befreien und kräftigt den unteren Rücken. Die Rückenmarksnerven werden bestens durchblutet. Nach dieser sehr energetischen Übung bleiben Sie einfach mit gestreckten Beinen stehen, legen die Hände an den Tan tien und sammeln die Aufmerksamkeit in diesem Bereich 3-4 fingerbreit unterhalb des Nabels (dem Energiezentrum des Menschen). Die Ruhe nach der Bewegung ist sehr wichtig weil sie Energie sammelt und zentriert. Der Tan tien ist die Narbe der Energiebewegung im Meridiansystem. Eine weitere Übung sich in dieser Narbe zu finden ist die taoistische Meditation. Setzen Sie sich auf ein Polster in den Schneidersitz. Durch die Erhöhung der Sitzhöcker durch ein Polster wird die untere Wirbelsäule vollkommen gerade und dadurch der Atem tief und ruhig. Legen Sie die Hände ineinander und sammeln Sie Ihre Aufmerksamkeit im Unterbauch im Tan tien. Nach einiger Übung werden Atem und Bewußtsein ruhig. Sie haben das Gefühl friedvoll auf einem Berg zu sitzen. In diesen Momenten, und wenn sie auch noch so kurz sind, erholen sich Geist und Körper. Zum Abschluß noch ein wenig Geschichtliches. 3000 Jahre mindestens gibt es diese Energieübungen. Beim Qi Gong handelt es sich um Bewegungsabläufe, die in der Regel 10-15 mal wiederholt werden wie zum Beispiel die drei Übungen, die Sie schon kennen. Beim Tai Chi Chuan werden einzelne Bewegungen wie einer Gliederkette zu einem organischen Ganzen aneinandergereiht, sie gehen fließend ineinander über. Bekannt wurde Tai Chi Chuan besonders durch die Familie Yang. Hier war es in erster Linie Yang Lu Ch'an, durch den eine vereinfachte Form des Yang Stils eine große Verbreitung in China erfuhr.  
ITCCA  Internal Tai Chi Chuan Austria | Yee Kung Zentrum Mariahilfer Strasse 115 im Hof, 1060 Wien | Tel.: 01 596 26 81 | E-Mail: austria@yeekung.at | © Photos: W. Gredler, L. Schubert

TAI CHl CHUAN UND Qi GONG

 

Atemmeditation in Bewegung

Haltungskorrektur

eine gesunde Wirbelsäule

Meridianmassage

geistige und körperliche Fitness

  copyright: Helmut Schubert. H. Schubert schrieb 1996 in "Esoterik Heute": 3000 Jahre Kraft aus der Mitte: in einer Zeit als der Mensch noch sehr mit der Natur verbunden war, den Fluß des Wassers verstand, das Ziehen der Wolken deuten konnte, erkannte er die Prinzipien des gesunden Energieverlaufes in sich selbst, Tai Chi und Qi Gong wurden geboren.Tai Chi und Qi Gong wurden von weisen Menschen in Chinas Vergangenheit entwickelt. Durch Abschauen und Kopieren von Vorgängen in der Natur und deren Entdeckung im eigenen Körper entstanden Bewegungsmuster, die den inneren Energiekreislauf des Menschen beleben und bei Störung wieder restaurieren. So haben sie auch bildhafte Namen wie: Der Vogel breitet die Flügel aus, oder das Nashorn schaut in den Mond. Jedes Tier vollzieht Bewegungsrituale: Nach dem Aufstehen gähnt der Hund und streckt sich die Katze, sie putzen sich, kratzen sich. Dann beginnt das eigentliche Training: Die Katze duckt sich, hüpft auf den Baum und spielt geschmeidig und zum Entsetzen von Frauchen mit dem Wollknäuel, der Hund knurrt und übt seine Beiß-und Fangreflexe mit dem Ast im Garten oder an den Hosen des Briefträgers. Der Mensch von heute, der auch einen Körper hat, trainiert oft nur seine Gehirnzellen und die Fingermuskeln durch Halten des Kugelschreibers und Tippen auf den Tasten des Computers (wie im Moment der Autor). Dabei haben auch wir Zeiten ausdauernden Trainings gekoppelt mit unglaublicher Lebensenergie und wachem Intellekt als Baby gelebt. Die ersten Lebensjahre waren geprägt durch die Entdeckung des eigenen Geistes und Körpers und seiner Möglichkeiten. Wir begreifen über das Erlernen des Greifens, Krabbelns und Gehens die Welt. Denken und Motorik sind eng miteinander verknüpft. Das kleine Kind rechnet mit Händen und Füßen und hat eine ausgeprägte Gebärdensprache. Es ist immer in Bewegung. Das Kleinkind ißt im Vorbeigehen, es hat noch die natürliche Empfindung, daß es sein Essen besser verdaut, wenn es durch Bewegung den Energiefluß im Meridiansystem aufrecht erhält. Läßt man es gewähren, wird es sich auch nie vollstopfen, sondern verweigert das Essen, wenn es satt ist. Leider werden wir dann mit der Zeit zum „Sitzer". Sitzen bei der Arbeit, im Auto, im Kino, vor dem Fernseher, im Cafe. Im alten China sagte man: die Energie des Menschen ist wie ein sprudelnder Bach, frisch und energetisch kraftvoll. Aber wenn der Mensch sich nicht in der rechten Weise bewegt, wird aus dem sprudelnden Bach ein stinkendes Brackwasser. Die rechte Bewegung ist Tai Chi und Qi Gong. Übungssysteme zur schonenden Kräftigung des Bewegungsapparates, Stärkung des Immunsystems, Aktivierung und Aufbau der Lebenskraft (genannt Qi). Wenn wir unser Vorbild das energetisch kraftvolle Baby noch einmal genauer betrachten, entdecken wir das Idealbild einer tiefen Bauchatmung, ein grundsätzlich unerschütterliches Vertrauen ins Leben, einen ungebrochenen Lebenswillen und eine tiefe Heiterkeit und Lebensfreude. Es steht 20 mal, 30 mal auf, wenn es auf wackeligen Beinen den Halt verloren hat. Kurzum es hat ein natürliches energetisches Zentrum , und daher eine den Energiefluß zulassende Körperhaltung aus der wir einiges lernen können. Und jetzt laden wir Sie dazu ein selber Qi Gong kennenzulernen.  Der ungeübte Körper empfindet am Anfang energetisch kraftvolle Stellungen eher als anstrengend. Mit zunehmender Übung jedoch erfüllt den Übenden ein positives Grundgefühl. Nehmen Sie also eine mit den Füßen schulterbreite Stellung ein. Sinken Sie in den Knien soweit ein bis Knie und Zehen in einer Linie sind. Den Oberkörper leicht (höchstens drei Zentimeter) nach vorne neigend gelangen Sie in die Ausgangsposition den Tai Chi Seewellen Das Gewicht nach rechts verlagern und den rechten Arm auf Schulterhöhe heben, dabei einatmen. Ausatmend das Gewicht nach links verlagern und den linken Arm heben während sinkt. Diese Übung ist verbunden mit tiefem Ein- und Ausatmen. Die schaukelnden Bewegungen nach links und rechts sind typisch für viele Bewegungen im Tai Chi und Qi Gong. Es werden die beiden Körperseiten abwechselnd belastet und auf diese Weise die Nervenkreuzungen im Gehirn angesprochen. Der Bewegungsablauf wird mit der Zeit meditativ. Der Übende beginnt in sich hinein zu lauschen, seinen Körper neu wahrzunehmen. Man nennt dies auf die Energie (das Chi) hören. Das Nashorn schaut in den Mond Stellen Sie die Füße in eine parallele schulterbreite Stellung. Bei dieser Übung bitte die Beine unbedingt gestreckt lassen. Die Hände mit den Handflächen nach unten falten. Einatmend den Körper über das rechte Bein nach unten beugen, die Hände befinden sich über dem rechten Fuß. Den Körper nach links drehen, bis sich die Hände über dem linken Fuß befinden. Den Körper aufrichten ohne die Handhaltung zu verändern.   Beim Aufrichten ausatmen. Einatmend den Körper über das linke Bein nach unten beugen, die Hände befinden sich über dem linken Fuß. Den Körper nach rechts dre¬hen, bis sich die Hände über dem rechten Fuß befinden. Den Körper aufrichten ohne die Handhaltung zu verändern. Beim Aufrichten ausatmen. Insgesamt 10mal nach unten beugen.   An dieser Stelle ist es gut einmal die Wirkweise der taoistischen Übungen genauer zu erklären. Wir haben im Bereich der Hüfte ein „Sondergefäß" den „Gürtelmeridian". Durch die Drehung, wenn die Arme herunterhängen wird der „Gürtelmeridian" aktiviert. Bei der Aufrichtung fließt das Chi im „Lenkergefäß" welches in der Wirbelsäule verläuft nach oben. Im Genick befindet sich ein Lebenszentrum das „Jadekissen". Hier ist der Chifluß oft blockiert. Durch das Nicken mit dem Kopf wird das Jadekissen geöffnet und das Chi kann bis zum Kopf herauf fließen. Danach fließt es an der Vorderseite des Körpers im „Dienergefäß" wieder herunter. Die Nashorn-Übung nützt der Entstauung von Milz, Leber, Darm und Hämorrhoiden und Krampfadern und löst auch verkrampfte Schulter- Nackenpartien. Der goldene Affe opfert Früchte Diese Bewegung ist für die Fortgeschrittenen, die durch die sanfteren Bewegungen des Qi Gongs ihr Rückgrat bereits entspannt, gekräftigt und neu restauriert haben (Bandscheibenfragen bitte mit dem Kursleiter ggf. dem Arzt abklären). Sie ist dynamischer soll aber trotzdem meditativ und damit sehr behutsam und ruhig ausgeführt werden. Nehmen Sie bitte ein breitere Stellung mit den Füßen ein (doppelte Schulterbreite). In den Beinen einsinken. Den Oberkörper einatmend nach vorn beugen und die Ellenbogen unter dem Körper unter die Oberschenkel legen. Ausatmend wieder aufrichten und den Oberkörper nach hinten biegen, die Arme weit auseinander öffnen. Nicht den Kopf in den Nacken legen, sondern den Bereich des Brustbeins strecken. Die Übung erinnert ans Holzhacken. 10 mal. Beachten Sie bitte die Atmung und denken Sie daran, daß Qi Gong kein Leistungssport ist. Nicht das Familienmitglied gewinnt das „Familienchiturnen" welches am lautesten schnauft oder am frühesten fertig ist, sondern wer sich elegant und langsam bewegt. Bei dieser Übung öffnet sich das sogenannte Herznest. Wir haben im Körper verschiedene Lebenszentren. Im Bereich des Brustbeines befindet sich das Herznest. Auch wir kennen in unserer normalen Alltagssprache Hinweise auf diesen Bereich. Es geht einem das Herz über, leider aber auch, es wird jemandem schwer ums Herz. Das Herz gilt ja nicht nur als Organ, sondern wird auch mit dem Gefühl verknüpft. Vom Meridiansystem her ist es das Dienergefäß, welches geöffnet wird und dann verspürt man ein warmes Gefühl innerer Freude. Diese Übung ist auch von Vorteil, eine fehlregulierte Schilddrüse zu befreien und kräftigt den unteren Rücken. Die Rückenmarksnerven werden bestens durchblutet. Nach dieser sehr energetischen Übung bleiben Sie einfach mit gestreckten Beinen stehen, legen die Hände an den Tan tien und sammeln die Aufmerksamkeit in diesem Bereich 3-4 fingerbreit unterhalb des Nabels (dem Energiezentrum des Menschen). Die Ruhe nach der Bewegung ist sehr wichtig weil sie Energie sammelt und zentriert. Der Tan tien ist die Narbe der Energiebewegung im Meridiansystem. Eine weitere Übung sich in dieser Narbe zu finden ist die taoistische Meditation. Setzen Sie sich auf ein Polster in den Schneidersitz. Durch die Erhöhung der Sitzhöcker durch ein Polster wird die untere Wirbelsäule vollkommen gerade und dadurch der Atem tief und ruhig. Legen Sie die Hände ineinander und sammeln Sie Ihre Aufmerksamkeit im Unterbauch im Tan tien. Nach einiger Übung werden Atem und Bewußtsein ruhig. Sie haben das Gefühl friedvoll auf einem Berg zu sitzen. In diesen Momenten, und wenn sie auch noch so kurz sind, erholen sich Geist und Körper. Zum Abschluß noch ein wenig Geschichtliches. 3000 Jahre mindestens gibt es diese Energieübungen. Beim Qi Gong handelt es sich um Bewegungsabläufe, die in der Regel 10-15 mal wiederholt werden wie zum Beispiel die drei Übungen, die Sie schon kennen. Beim Tai Chi Chuan werden einzelne Bewegungen wie einer Gliederkette zu einem organischen Ganzen aneinandergereiht, sie gehen fließend ineinander über. Bekannt wurde Tai Chi Chuan besonders durch die Familie Yang. Hier war es in erster Linie Yang Lu Ch'an, durch den eine vereinfachte Form des Yang Stils eine große Verbreitung in China erfuhr.  
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